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      Wandermonat Juni

     - Luftige Schauspiele - Lange Tage -

 

Freitag, 22.06.99 sind um die Mittagszeit 2 Wanderer im 

Faltenbachtobel unterwegs mit Möglichkeit - Schattenberg - 

Rubihorn - Nebelhorngebiet. Schliesslich hat sich trotz der 

Tageshitze das Rubihorn als Ziel geformt zumal man hier einen 

begeisterten Wandergast beim Abstieg vom Rubihorngipfel 

trifft. Hr. Höfner hat sich als nächstes Ziel bereits mit dem 

benachbarten Gaisalphorn vertraut gemacht - auf dem 

beeindruckenden Rubbelhorn-Höhenkammweg.

 

Weiter oben liegen noch die letzten Scheereste vom 

vergangenen Dienstag. Kleine Sommerschneeballschlacht.  

Wie immer - muss man bei Ankunft oben am Kamm zunächst 

das Bergpanorama ringsum "verdauen": Rechts das Gaisalphorn  

in Richtung Nebelhorn mit anschliessendem Hindelanger 

Klettersteig. Vor dem Kamm der obere und untere Gaisalpsee 

mit Abstiegstour zur Gaisalpe- dahinter der Entschenkopf

dahinter das Retterschwanger Tal. Weiter hinten die

Sonnenköpfe und schliesslich der Grünten.

 

Nach links zum Rubihorngipfel geht es nun immer oben auf dem 

Kamm weiter mit "Absicht" links nach Oberstdorf im 

Hintergrund die Allgäuer, Österreicher und Schweizer Bergwelt. 

Vorbei an der Abstiegsmöglichkeit rechts zur Gaisalpe und links 

steht ein Schild: Kein Abstieg. Hier oben endet die Bachtelrinne.

Das Schild ist berechtigt, weil dieser Aufstieg nicht einfach ist 

und der Abstieg nicht möglich !! Der Rubihorngipfel hat ringsum 

freie Aussicht.

 

Bei der Rast am Kreuz weht genau richtig ein kühlendes frisches 

Windchen. Ganz in der Nähe auf einem Nebengipfel ist ein 

Kolkraben-Paar emsig und lauthals tätig. Diese riesigen seltenen 

Rabenvögel sind "kohlrabenschwarz" von der Zehenspitze bis zur 

Schnabelspitze und gerade in der Aufzucht des Nachwuchses. 

Aus einem Versteck mit Futtervorrat werden allerlei Fressalien 

eingeflogen und verspeist - dann die weiteren Portionen vom Weibchen 

zielbewusst und in guter Deckung - knapp über den Latschengipfeln 

kaum sichtbar - zum sicheren Versteck ausgeflogen. Dieses 

Weibchen ward nicht mehr gesehen. Das Männchen jedoch wacht 

ständig und mit lauten Drohgebärden oben auf einem steilen 

Aussichtsfelsen - weil:

 

Ganz in der Nähe kreist nämlich in der Luft ständig lautlos und 

majestätisch ein riesiger Adler . . . dann werden es zwei . . .

 

Das Kolkraben-Männchen entschwindet schliesslich weit nach oben 

in den Lüften - nachdem seine Warnrufe nichts genützt haben - 

kreist über dem Adler - und schiesst plötzlich wie ein Stein -

- von oben auf den weiter unten schwebenden Adler - 

wobei er seine Flügel anlegt, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. 

Kurz bevor er am Adler auftrifft, dreht sich dieser in der Luft, 

damit er den Angreifer mit seinen Greifern abwehren kann. Diese 

Schauspiele wiederholen sich während dieser angenehmen Rast auf 

dem Rubihorngipfel - und noch beim Abstieg. Das Panorama 

auf und am Rubihorn ist einfach grandios.

Wen wundert es, dass nach der Rückkehr ins "Dorf" beim 

anschließenden Cappuccino der Uhrzeiger 20.30 Uhr zeigt - 

und noch taghell.

 


Frühere Bergtourenbeschreibungen bitte einfach 

anfordern. Sie werden als Anlage mit einer eMail zugesandt.

 

10.97 Rubbelhorn 11.97 Rappenalptal 1.98 Gaisberg 2.98 Feuerstätter Kopf 

3.98 Hoch Hädrich 4.98 Wannenkopf 5.98 Riedberger Horn - Weiherkopf

 

Haben Sie Lust ? Spontan ist immer am besten

 

                                                        

 

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                ~ Armin Simnacher
               ~ Erlebnis  ~ Urlaub
 

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